24. Januar 2011

A&k: Hartz-Bürokratie

Ba-Vorstand Heinrich Alt im Gespräch.
WirtschaftsWoche 24.01.2011
  • Solange jedes Kind einen individuellen Anspruch auf Förderung erhalten soll, lässt sich das nicht anders organisieren: Die Eltern müssen einen Antrag stellen, die Jobcenter einen Bescheid schicken und Gutscheine ausgeben.
    • Quatsch mit Soße! Natürlich lässt sich das anders organisieren.
  • Mit einer Bildungskarte kann viel Bürokratie vermieden werden.
    • Wozu eine spezielle "Bildungskarte? Und wie soll das Bürokratie vermeiden? Besser fände ich es, jedem ALG II-Empfänger eine Guthaben-Kreditkarte in die Hand zu drücken.
  • Insgesamt kostet Hartz IV die Steuerzahler derzeit rund 45 Milliarden Euro. Davon sind etwa fünf Milliarden Bürokratiekosten, also Verwaltungsausgaben für Personal, Technik oder Gebäude.
    • Rund zehn Prozent Bürokratiekosten? Das ist inakzeptabel hoch!
  • Das Einsparpotential auf der Leistungsseite ist ungleich größer als bei der Bürokratie
    • Hier wird ein unverbrüchliches Grundrecht in Frage gestellt. 
    • "Einsparungen" auf Empfänger-Seite können schnell dazu führen, dass ein "menschenwürdiges Existenzminimum" nicht mehr gewährleistet ist.
    • Bei der aufgeblähten Hartz IV-Verwaltung ist es höchste Zeit für einschneidende Maßnahmen. 
    • Mein Vorschlag: Hartz IV durch das Bedingungslose Grundeinkommen ersetzen, Bundesagentur für Arbeit schnellstmöglich abwickeln.
  • Wenn wir die Welt so regeln wollen, wie der Deutsche sich das vorstellt, müssen wir – der Einzelfallgerechtigkeit geschuldet – viel Bürokratie in Kauf nehmen.
    • Hier wird das schöne Ziel "Einzelfallgerechtigkeit" zur Ablenkung vorgeschoben.
    • Wer sagt denn, dass sich die Mehrheit das System so wünscht wie es ist?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen