9. Januar 2011

Aufgelesen und kommentiert: Stromnetz

DER SPIEGEL nimmt die "Stahlkreuze am Himmel" aufs Korn.
  • Bislang stehen die großen Kraftwerke am Rande von Ballungszentren.
    • Es braucht beides, Vernetzung ausbauen und vor allem Energie-Erzeugung nahe am Ort des Verbrauchs. 
    • Stromnetz-Ausbau verliert an Dringlichkeit, je schneller der Umstieg in dezentrale Energie-Erzeugung gelingt.
    • Dezentrale Energie-Erzeugung vorzugsweise mit kleinen bis mittelgroßen Anlagen und als Erneuerbare.
  • Vor allem aber muss die Energie von den teuren Windparks im Norden über Hunderte Kilometer nach Süden transportiert werden, dahin, wo der Strom verbraucht wird.
    • Strom mit Freileitungen durch ganz Deutschland transportieren? Keine gute Idee.
    • Strom kann man speichern, z.B. durch Herstellung von Wasserstoff und Methangas. Beides lässt sich einfach in das Erdgas-Netz einspeisen und dann am Ort des Bedarfs in Wärme und Strom umwandeln.
  • Stromautobahnen
    • Wenn man diesen Begriff wörtlich nähme und Hochspannungs-Leitungen entlang der Autobahnen baute gäbe es keinen Grund für Proteste: Kabel einpflügen, fertig. Kein Elektrosmog, keine Verschandelung der Landschaft.
  • "HGÜ", Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung. Dabei wird die Energie nicht wie sonst üblich als Wechselstrom übertragen. Die Leitung erwärmt sich weniger, hat geringere Verluste, und es entsteht kein elektromagnetisches Feld, also auch kaum Elektrosmog.
    • Weiterer Vorteil: höhere Übertragungskapazität bei gleichem Kabel-Querschnitt.
    • [Nachtrag 23.04.2012: Unterschiede bei Hochspannungsleitungen gut erklärt und illustriert bei 3sat nano (Formate: RM und MOV)]

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